Die Filii Martis sind aus einer gemeinsamen Vergangenheit entstanden: Wir alle waren einst Mitglieder resp. Soldaten der LEGIO XI CPF (Schweiz). Nach intensiven Jahren innerhalb dieses Vereins haben wir uns bewusst entschieden, neue Wege zu gehen und unseren Austritt zu vollziehen.
Was uns als die Söhne des Mars verbindet, ist nicht nur unsere Geschichte, sondern vor allem unsere Leidenschaft. Mit den Filii Martis haben wir eine neue Gemeinschaft gegründet, getragen von frischen Idealen, neuen Überzeugungen und dem Wunsch nach einem eigenständigen Neuanfang. Ein neuer Wind sollte wehen – klarer, freier und stärker an unseren eigenen Vorstellungen orientiert.
Unser Ziel ist es, die römischen Legionen und das römische Militär in ihrer ganzen Vielfalt wieder aufleben zu lassen. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, nicht nur eine einzelne Zeitepoche der römischen Antike darzustellen, sondern eine lebendige Zeitstrasse zu schaffen. Besucher sollen bei uns die Entwicklung des römischen Soldaten und seiner Ausrüstung über nahezu 1000 Jahre hinweg miterleben können.
Denn der römische Soldat wird häufig – insbesondere durch Film und Medien – falsch dargestellt. Oft sieht man ihn stets mit derselben Ausrüstung: Lorica Segmentata (Schienenpanzer) und rechteckigem Schild. Diese vereinfachte Darstellung entspricht jedoch nicht der historischen Realität. Der römische Soldat wandelte sich stetig und passte sich neuen Kriegen, Gegnern und taktischen Anforderungen an. Genau diesen Wandel machen wir sichtbar und genau hier liegt auch der grundlegende Unterschied zu den meisten Vereinen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Teilnahme an lebendigen Weihnachtsgeschichten. Dabei treten wir nicht nur als Darsteller auf, sondern bieten im Vorfeld auch geschichtliche Einführungen für Kirchen und Besucher an. Auch bei solchen Anlässen ist uns historische Genauigkeit besonders wichtig: Wir stellen römische Soldaten stets passend zur jeweiligen Epoche dar.
Ob im Zeitalter der Könige (von Romulus bis Tarquinius Superbus), in der Republik, der Kaiserzeit oder der Spätantike – wir zeigen die Vielfalt und Entwicklung des römischen Militärs authentisch und mit grosser Hingabe.
Die Filii Martis stehen somit für Kontinuität in der Leidenschaft – und für einen differenzierten, lebendigen Blick auf die Geschichte des römischen Soldaten.
Was einst in Kinderjahren begann, ist heute zu einer tief verwurzelten Leidenschaft, zu Disziplin und zu einem klaren Auftrag gereift.
Die Filii Martis vereint mehr als das Interesse an der römischen Geschichte. Uns treibt der Wille an, eine der prägendsten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte nicht nur zu zeigen, sondern verständlich, spürbar und authentisch erlebbar zu machen.
Denn Geschichte, wie sie oft dargestellt wird, ist bequem vereinfacht: Ein römischer Soldat sieht immer gleich aus, spricht nie Latein, handelt ohne Kontext. Doch die Wirklichkeit war komplex, wandelbar und geprägt von Jahrhunderten der Entwicklung. Genau dieser Realität fühlen wir uns verpflichtet.
Unsere Motivation entsteht aus dem Anspruch, diese Komplexität sichtbar zu machen.
Wir beschäftigen uns intensiv mit Quellen, archäologischen Funden und historischen Zusammenhängen. Wir rekonstruieren nicht nur Ausrüstung, sondern auch Denkweisen, Hierarchien und Abläufe. Jede Szene, jeder Dialog und jede Bewegung hat ihren Ursprung in einem historischen Fundament.
Dabei geht es uns nicht um Perfektion im Sinne von Darstellung – sondern um Glaubwürdigkeit im Sinne von Verständnis.
Wenn wir auftreten, betreten wir nicht einfach eine Bühne.
Wir treten ein, in eine längst vergangene und andere Zeit.
Wir zeigen:
die Autorität eines römischen Statthalters, der zwischen politischem Druck und persönlicher Entscheidung steht
die Spannung religiöser und gesellschaftlicher Konflikte
die Härte militärischer Ordnung und die Konsequenzen von Aufruhr
die Entwicklung einer Armee, die sich über Jahrhunderte hinweg immer wieder neu erfand
So entsteht ein Gesamtbild, das weit über das Sichtbare hinausgeht.
Wir spielen keine Römer – wir leben das Römertum.
Diese Haltung bedeutet auch Verpflichtung innerhalb unserer Gemeinschaft.
Disziplin, Verlässlichkeit, Respekt und Kameradschaft sind keine Schlagworte, sondern gelebte Werte. Jeder Einzelne trägt Verantwortung – für die Qualität der Darstellung, für das gemeinsame Auftreten und für die Wirkung nach aussen.
Unsere Motivation ist deshalb nicht nur historisch, sondern auch persönlich:
Wir wachsen an dem, was wir darstellen.
Gleichzeitig sehen wir uns als Vermittler zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Unsere Auftritte sollen nicht nur beeindrucken, sondern auch Fragen aufwerfen, zum Nachdenken anregen und Interesse wecken. Ob bei Grossveranstaltungen, Museumsanlässen oder inszenierten Szenen – wir möchten Menschen erreichen, unabhängig von Alter oder Vorwissen.
Denn Geschichte gehört nicht in Bücher allein. Sie gehört dorthin, wo man sie erleben kann.
Für die Filii Martis ist das Römische Reich kein abgeschlossenes Kapitel.
Es ist ein lebendiges Vermächtnis, das wir mit Respekt, Wissen und Leidenschaft weitertragen.
Für die einen ist es Geschichte – für uns ist es gelebte Realität.
Unser Team
Hier ist Platz für Informationen zu den einzelnen Mitgliedern und zur Mitgliedschaft. Wer kann teilnehmen? Gibt es bestimmte Voraussetzungen/ein Bewerbungsverfahren? Unten können Sie Fotos der Mitglieder hinzufügen.
Position
Position
Position
Position
Position
Position
Position
Position
Position